Abrechnung und Roaming

So funktioniert das Laden bei fremden Anbietern

Mit einer Ladekarte an der Station eines anderen Anbieters laden? Das nennt sich Roaming und funktioniert ähnlich wie beim Mobilfunk. Wir erklären, wie die Abrechnung läuft und worauf du achten solltest.

Was ist Roaming?

Roaming bedeutet, dass du mit der Ladekarte eines Anbieters auch an Stationen anderer Betreiber laden kannst. Möglich machen das Roaming-Netzwerke wie Hubject (intercharge) und Gireve, die verschiedene Anbieter miteinander verbinden.

Beispiel: Du hast eine Wien Energie Ladekarte und bist in Tirol unterwegs. Über Roaming kannst du trotzdem an einer TIWAG-Station laden - die Abrechnung läuft über Wien Energie.

Wie funktioniert die Abrechnung?

Bei der Abrechnung gibt es verschiedene Modelle:

Direktvertrag (eigenes Netzwerk)

Am günstigsten ist das Laden im Netzwerk deines eigenen Anbieters. Hier zahlst du den vereinbarten Tarif ohne Roaming-Aufschläge.

Roaming (fremdes Netzwerk)

Beim Laden an fremden Stationen kommt oft ein Aufschlag dazu. Der Preis kann sich zusammensetzen aus:

  • kWh-Preis des Stationsbetreibers
  • Roaming-Gebühr deines Anbieters
  • Evtl. Startgebühr oder Minutenpreis

Ad-hoc-Laden (ohne Vertrag)

Direkt an der Station per Kreditkarte, PayPal oder QR-Code zahlen. Praktisch, aber meist die teuerste Option.

Preistransparenz

Seit der Novelle der AFIR-Verordnung müssen Preise an Ladestationen transparent angezeigt werden. Viele Apps zeigen vor dem Laden den zu erwartenden Preis an - nutze diese Information!

Achtung: Der angezeigte kWh-Preis an der Station gilt für Ad-hoc-Laden. Mit deiner Ladekarte kann der Preis anders sein (manchmal günstiger, manchmal teurer).

Monatliche Abrechnung

Die meisten Anbieter rechnen monatlich ab. Du erhältst eine Rechnung mit allen Ladevorgängen, aufgeschlüsselt nach:

  • Datum und Uhrzeit
  • Standort der Ladestation
  • Geladene Energiemenge (kWh)
  • Ladekosten
  • Evtl. Grundgebühr

Tipps zur Abrechnung

  • Preise vergleichen: Verschiedene Karten können an derselben Station unterschiedlich kosten
  • App nutzen: Viele Apps zeigen Preise vor dem Laden an
  • Ladevorgänge dokumentieren: Mach ein Foto vom Display für deine Unterlagen
  • Rechnung prüfen: Kontrolliere die monatliche Abrechnung auf Fehler
  • Mehrere Karten: Je nach Standort kann eine andere Karte günstiger sein

Fazit

Roaming macht das Laden flexibel - du bist nicht an einen Anbieter gebunden. Achte aber auf die Preise, denn Roaming ist oft teurer als das Laden im eigenen Netzwerk. Mit der richtigen Kombination aus Ladekarten bist du für alle Situationen gerüstet.

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